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Völkermordpolitik

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OSARITSCHI, Kreis Kalinkowitschi

Eine der tragischen Seiten der Geschichte des belorussischen Volkes — das Schicksal der Häftlinge aus dem Lager in Ozaritschi.

Die blutigen Spuren der Verbrechen, die mit der Errichtung und der Tätigkeit der Todeslager verbunden sind, hinterließ in Belarus auch die Wehrmacht.

Im Jahre 1944 benutzte das Kommando der Wehrmacht breit die Praktik der Anwendung der Zivilbevölkerung als Rückendeckung (Schutzwand) auf dem Wege des Vormarsches der Sowjetarmee. In der Regel, umgaben die Nazis größere Bodenflächen an der forderen Linie der Verteidigungsstellung mit dem Stacheldraht, trieben dorthin Frauen, Kinder und alte Menschen, bewachten sie hart und ließen die Leute ohne Unterkunft, Lebensmittel und Wasser. Absichtlich wurden dorthin die Menschen gebracht, die an Fleckfieber und anderen Infektionskrankheiten erkrankt waren.

Im März 1944 wurden entsprechend der Befehle und der Anordnungen des Oberbefehlshabers der 9. Armee General Josef Harze, des Kommandeurs des 56. Panzerkorps General Friedrich Gossbach und des Kommandeurs der 35. Infanteriedivision General Georg Richter an der vorderen Linie der deutschen Verteidigungsstellung drei Lager errichtet.

Häftlinge des Todeslagers in Osaritschi. Die Aufnahmen wurden nach der Befreiung gemacht.

Ein von ihnen befand sich auf dem Sumpf bei dem Dorf Dertj, das andere zwei Kilometer nord-westlich entfernt von der Ortschaft Osaritschi , das dritte — zwei Kilometer westlich von dem Dorf Podosinnik auf dem Sumpf entfernt. Am Ende Februar — Anfang März 1944 trieben die Nazis hierher über 50 Tausend arbeitsunfähige Bürger aus den Gebieten Gomel, Mogilew, Polessje in Belarus, und auch aus den Gebieten Smolensk und Orel in Russland.

Die Lager — mit nichts ausgerichtete versumpfte Territorien, die mit dem Stacheldraht abgegrenzt waren. Annäherungswege wurden vermint, ringsum befanden sich Maschinengewehrwachtürmer. Die Leute waren auf dem Boden untergebracht. Es gab keine Gebäude, und auch keine Einrichtungen für das Leben. Es war verboten, Hütten zu bauen oder ein Feuer zu machen. In den Lagern wurden die Menschen nicht ernähert, es gab auch kein Trinkwasser.Die Häftlinge bekamen keine medizinische Hilfe. Im Gegenteil, es wurden ins Lager — aus den in der Nähe liegenden Dörfern — die an dem Fleckfieber erkrankten Menschen gebracht. Jeden Tag, und vor allem jede Nacht starben hunderte von Menschen. Mit der grausamen Brutalität wurden die Kinder vernichtet, über die Hälfte der Häftlinge waren die Kinder. Sie starben die ersten. Die Gestorbenen wurden nicht beerdigt.

Am 18.-19. März 1944 befreiten die Truppen der 65. Armee der 1.Belorussischen Front aus den Lagern in Osarewitschi 33480 Menschen, darunter 15960 Kinder im Alter unter 13 Jahren.

Ein ähnliches Lager wurde im Juni 1944 am östlichen Ufer von Dnepr errichtet, in ihm befanden sich über 3000 friedliche Menschen, die aus Mogilew und aus anderen nahliegenden Orten getrieben wurden. Das Todeslager solcher Art wurde süd-östlich von Witebsk errichtet, aus dem etwa 8 Tausend friedliche Menschen von den Soldaten der 3. Belorussischen Front befreit wurden.

Indem die Faschisten die Konzentrationslager errichteten, verfolgten sie einige Ziele. Sie haben solche Ortschaften ausgewählt, wo sie nicht gehofft haben, ihre Stellungen zu halten, so benutzten sie die Lager als eine Schutzwand bei dem Vormarsch der Roten Armee, indem sie die Häftlinge mit dem Fleckfieber angesteckt hatten, verfolgten sie das Ziel die Epidemie in den vorderen Truppenteilen der Roten Armee zu verbreiten und den weiteren Vormarsch zu verhindern.

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